Spiritualität
Was ist Spiritualität?
Lateinisch: Spiritus = Geist, Hauch;
Spiro = Ich atme
Altgriechisch: Die Suche, die Hinwendung, die unmittelbare Anschauung oder das subjektive Erleben einer sinnlich nicht fassbaren und rational nicht erklärbaren, transzendenten Wirklichkeit, die der materiellen Welt zugrunde liegt.
Spiritualität hat aber auch mit Fantasie zu tun. Hier haben wir das Bestreben weiter zu denken.
"Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken,
es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen."
- Thomas Mann, Schriftsteller, 1875 bis 1955 -
Spiritualität bedeutet aber auch, darüber hinausdenken. Es ist die Fähigkeit an traditionell überliefertem zu zweifeln und das Gefühl zu haben, dass etwas nicht stimmt. Lüge von Wahrheit zu unterscheiden, Projektionen und Fixierungen zu erkennen und loszulassen. Diesem feinen Gefühl zu vertrauen, das uns zaudern lässt, gesagtes oder bestehendes einfach hinzunehmen. Und dem Vertrauen, bestehendes mit neuem Wissen zu füllen.
Das Bedürfnis unseren Geist zu befreien und neue Gedanken und Ideen zulassen. Und wenn dann noch ein bestimmtes Gefühl mit diesen Gedanken verbunden ist, können wir davon ausgehen, dass wir in uns auf die Wahrheit gestoßen sind. Das kann uns erschrecken, Angst machen, oder uns sogar in tiefe Demut versetzen. Und gibt es etwas Beruhigenderes, als uns selbst zu vertrauen? Können wir das zulassen?
Spiritualität ist aber auch unser sensibelster Punkt. Hier sind wir durchlässig für fantastische Ideen und irrationale Gedanken.
Hier sind wir durchlässig für Aggressionen und Angriffe von außen und haben die Tendenz uns zurückzuziehen, weil das, mit was wir konfrontiert werden uns mächtiger erscheint, als was wir entgegensetzen können.
Nur wenn wir den Mut haben uns auf unsere Gefühle einzulassen und uns mit ihnen verbinden, können wir neue Wege gehen. Gefühle können sehr mächtig sein. Und wer beschützt uns, wenn unsere Gefühle zu stark sind?
Oftmals haben wir Angst vor der Macht unserer Gefühle, wir wissen gar nicht wie wir das machen sollen, oder wir verdrängen sie, weil wir denken, dass wir ausgelacht werden, oder nach außen nicht stark genug wirken. So verschließen wir uns vor unserer Innenwelt und verfallen am Ebde in Langeweile oder sogar Sinnlosigkeit.
Öffnen wir uns für unser Unbewusstes so haben wir die Möglichkeit unsere Umgebung und die Menschen in einem neuen Licht zu sehen und Neues in unser Leben zu bringen.
Erst wenn wir bereit sind, neue Ideen und ein gutes Gefühl dazu in unser Leben zu lassen, setzen wir Ressourcen frei, die uns bisher noch nicht bewusst waren.
Oder – es bleibt die ewige Sehn-sucht nach Erlösung!
Raus aus der Nische, es lohnt sich!
Wie verwandeln wir Sensibilität in Stärke?
In unserer westlichen Welt sind wir vorwiegend sinnlich ausgerichtet, auf Industrialisierung und Materialismus geprägt und werden in dieser Richtung von Anfang an erzogen. Ob das für jeden einzelnen von uns passt oder nicht. Es ist unser Weg, die Gesetze zu respektieren, uns am Widerstand zu messen und erfolgreich zu sein.
Die Seele, die ihre Sprache über die Gefühle ausdrückt, rückt dabei immer mehr in den Hintergrund.
So trimmen wir uns auf geistige Wahrnehmung, Kontrolle, körperliche Fitness und unsere Seele soll sich in unserem - mühevoll zusammengehaltenen oder schönen - Körper ihren Platz suchen und sich ungefragt wohlfühlen.
Was aber, wenn unsere seelische Anlage stärker gesehen werden möchte als die sinnliche? Oder wenn die Jagd nach den „must haves“ in unserer Gesellschaft, uns ausbrennt.
Dann gelten wir als sensibel oder sogar hochsensibel, was in unserer Gesellschaft leider wenig respektiert wird. Wir werden dann belächelt oder weggeschoben, weil Sensibilität in unserer Leistungsgesellschaft wenig Platz hat.
Dann sind wir auf uns selber zurückgeworfen und müssen uns mit uns selber konfrontieren.
Jetzt sollte ich mich fragen, wie stark ist mein Vertrauen in mich?
Wie war das jetzt mit der gefühlsmäßigen Intelligenz, habe ich ihre Zeichen verdrängt?
Jetzt gilt es, sich neu zu entdecken und lernen, sich selber zu vertrauen.
Auf einmal beginnt ein Bewusstseinswandel und ich frage mich:
Will ich das alles überhaupt? Bin ich immer noch ein vollwertiges Mitglied unserer Gesellschaft, wenn ich mit weniger zufrieden bin? Und werde ich respektiert, wenn ich auf meine Gefühle höre?
Kann es sein, dass es doch mehr gibt, zwischen Himmel und Erde, was ich nicht sehen oder anfassen kann, was sich nicht wirklich beweisen lässt, aber mit meinem Gefühl übereinstimmt?
Und wie kann ich das alles sinnvoll zusammenfügen ohne als „Spinner“ oder ver-rückt abgestempelt zu werden?
Wie stark will mein Seelenanteil in mein Leben fließen und gesehen werden?
In welchem Bereich meines Lebens will mein Seelenanteil von mir gelebt werden?
Und wie stark wollen meine sinnlichen Anteile in meinem Leben wahrgenommen werden?
So wie sich die Dinge zeigen, sollten sie auch wahrgenommen werden und ich darf und sollte dazu stehen. Sensibilität sollte man nicht zurückstecken sondern Respekt dafür einfordern.
Die Astrologie ist ein allumfassender Pool des Wissens aus dem man sich Rat holen kann.
Hier hat alles seinen Platz und darf gewürdigt werden.
Die Astrologie zeigt Wege und Möglichkeiten wie ich respektvoll mit allen meinen Anlagen umgehen kann, sie sinnvoll integrieren und dabei meine Würde bewahren kann.